Am Samstag 29. Mai 2010 versammeln sich in Solothurn alle interessierten Personen und Gruppen aus allen Landesteilen, die das Resultat der Abstimmung über die Anti-Minarett-Abstimmung zwar akzeptieren, sich damit aber nicht abfinden können und Handlungsbedarf sehen.Flyer
Viele sagen noch immer Mohrenkopf – warum eigentlich? Was bedeutet für Muslime der Begriff Jihad? Eine Erläuterung zu diesen Begriffen, wie auch zu Säuberung, entartetete Kunst, ultraorthodox und auserwähltes Volk findet Ihr neu im GRA-Glossar belasteter oder vermeintlich belasteter Ausdrücke.
Alles fing damit an, dass Tages-Anzeiger Online einen Beitrag zum GRA-Glossar brachte. Viele User schrieben darauf erboste Kommentare – nur hatten offensichtlich die wenigsten von ihnen das GRA-Glossar gelesen. Darauf brachte der Tagi Online ein Interview mit dem Geschäftsleiter der GRA. Auch hier packte in der Folge eine Reihe von hauptsächlich Männern die Gelegenheit beim Schopf, ihren Frust und ihr Viertelswissen rauszuposaunen, ohne sich die kleine Mühe zu nehmen, zuerst einmal nachzulesen, was im GRA-Glossar überhaupt steht.
Die KampagnenPraxis zeigt lokalen und regionalen Organisationen aus Politik und Zivilgesellschaft im deutschen Sprachraum, wie sie das Internet für ihre Kampagnen und ihre Kommunikation erfolgreich nutzen können.
Der letzte Report (Nr. 14) ist exklusiv der Lève-toi-Steh auf gegen Rassismus Kampagne gewidmet. Hier geht’s zum Kampagnenpraxis-Report-Nr-14
Auch die NZZ findet das GRA-Glossar historisch belasteter oder vermeintlich belasteter Begriffe eine super Sache und nennt es “eine einfache, klar einordnende und klug deutende Sammlung, die allen zu empfehlen ist, welche sich um einem seriösen Sprachgebrauch bemühen”.
Gerne möchten wir euch auf das Video von Radio 105 hinweisen. Michael Chiller, der Geschäftsführer der GRA (Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus) erklärt den Leitgedanken der “lève-toi” – Kampagne.
ab 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr Jubiläumsapéro für die Urner Bevölkerung mit verschiedenen kulinarischen Köstlichkeiten und der Djembéband Woodvibes im Winkel.
Woodvibes, die Band, ist ein Gerüst perkussiver Kreativität mit Wurzeln aus Afrika, Südamerika, Australien, Indien und Europa. Die Band passt gut in unser Programm da sie verschiedene Kulturen vertritt.
Die Apérohäppchen sind kulinarische Spezialitäten aus verschiedenen Kulturen die von Asylbewerbern vom Roten Kreuz Uri zubereitet werden. Der Apéro findet anlässlich des 10jährigen Jubiläums statt und soll den Austausch zwischen der Urner Bevölkerung und Menschen mit Migrationshintergrund fördern. Eine Gruppe junger Leute organisiert den Anlass schon seit mehreren Jahren, seit zwei Jahren unabhängig von der Jugendarbeit in einem Verein organisiert.
Der ganze Anlass „Burning Night – gegen Rassismus“ hat das Ziel, die Rassismus Thematik anzusprechen und die Urner Bevölkerung zu sensibilisieren, aufzuwecken und Verständnis für verschiedene Kulturen zu vermitteln. Dass Rassismus Alltag ist und immer wieder vorkommt, oft auch unterschwellig, soll der Urner Bevölkerung aufgezeigt werden. Der Infostand, verschiedene Infomaterialien und der Dokumentarfilm sind Mittel die dazu beitragen, das Thema Rassismus den Leuten näher zu bringen und auf verschiedene Arten zu vermitteln. Das Nachmittagsprogramm ist auf die Zielgruppe Erwachsene ausgerichtet, während das Konzert am Abend eher Jugendliche anspricht.
Infostand von „Lève-toi! – Steh auf gegen Rassismus“
«Lève-toi!» heisst die aktuelle Kampagne der GRA (Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus), die am 29. Oktober 2009 anlässlich der Verleihung des Fischhof-Preises 2009 an Rapper Stress lanciert wird. Ziel der Kampagne ist die Kreation eines Filmes, in dem sich Stress zusammen mit Social-Media-Usern gegen Rassismus erhebt.
Vertreter von der Kampagne „Lève-toi“ betreiben im Winkel einen Infostand für die Urner Bevölkerung mit Infomaterial zum Thema Antirassismus. Der Infostand gibt der Urner Bevölkerung die Möglichkeit sich mit dem Thema Rassismus und ihren eigenen Werten auseinander zu setzen.
17.15 Uhr bis 19.45 Uhr Dokumentarfilm „Zwischen den Welten“ von Yusuf Yesilöz
Im Cinema Leuzinger in Altdorf wird der Dokumentarfilm “Zwischen den Welten” vom kurdischen Regisseur Yusuf Yesilöz gezeigt. Nach dem Film findet eine Diskussionsrunde mit dem Regisseur Yusuf Yesilöz statt. Die FilmbesucherInnen setzen sich mit dem Thema auseinander. Dass Menschen mit Migrationshintergrund im Verlaufe ihrer Integration oft Rassismus ausgesetzt sind soll unter Anderem Thema der Auseinandersetzung und der anschliessenden Diskussion sein. Wie
gute Voraussetzungen und Handlungsmöglichkeiten von Seiten der Schweiz geboten werden können für eine gelungene Integration kann ebenfalls zum Thema gemacht werden.
Die Kurdin Güli Dogan kam als Neunjährige mit ihrer Mutter und den Geschwistern in die Schweiz. Güli Dogan lernte deutsch, fand Freundinnen und integrierte sich rasch in ihrer neuen Umgebung – ohne jedoch die starke emotionale Verbindung zu ihrem kurdischen Dorf aufzugeben. Der Film zeigt die heute 35-jährgie Frau an ihrem Arbeitsplatz, im Alltag mit ihren Töchtern, ihrem Mann, ihren Schweizer Freundinnen und bei Besuchen von älteren, stark in der Tradition ihrer Heimat verhafteten Landsleuten und dokumentiert die Geschichte einer geglückten Integration.
Das Integrationsthema von türkisch-kurdischen ArbeitsmigrantInnen in der Schweiz war bis anhin kaum ein Filmthema. Der Film soll ermutigen, verstehen helfen, gegenseitiges Verständnis aufbauen und ein Thema vertiefen, das oft nur oberflächlich behandelt wird.
ab 20.30 Uhr bis 2.00 Uhr Konzert im Winkel mit Brothers United (UR) Hip Hop und Chlyklass (BE) Hip Hop
Bei der Auswahl der Bands für diesen Anlass ist es uns ein Anliegen einerseits lokalen Bands eine Plattform zu bieten, andererseits Bands zu engagieren, die sich in ihren Songtexten mit dem Thema Antirassismus befassen. Dieses Jahr ist es uns gelungen, die Hip Hop Combo „Chlyklass“ zu engagieren. Zu dieser Combo gehören die Schweizer Rapper Baze, Greis, PVP und Wurzel 5. Diese dürfen sich wohl in der Schweizer Hip Hop Szene zu den bekannteren Rappern zählen und zeichnen sich aus durch gesellschaftskritische, aufgeweckte Texte.
Wieso sind Begriffe wie “Sonderbehandlung” und “Endlösung” äusserst problematisch? Darf man von “Zigeunern” reden? Was ist eigentlich Islamismus? Im neu veröffentlichten GRA-Glossar sind zahlreiche historisch belastete oder vermeintlich belastete Begriffe kurz, prägnant und spannend definiert.
Das GRA-Glossar findet man auf www.gra.ch . Schaut rein!
Der Tagesanzeiger hat am 03.03.2010 einen Artikel gebracht: